Astronomieinteressierte ließen sich vom Wetter nicht unterkriegen
Die Wetterapp hatte es bereits angekündigt – genau zum Zeitpunkt unserer Präsentationen im Rahmen des deutschlandweiten Astronomietages 2026 sollte es regnen – und leider war es auch so. Das ließ uns aber nicht davon abhalten, den zahlreichen wetterfesten Besucherinnen und Besuchern einen interessanten Astronomietag zu bieten. Die YoungStarWalkers begannen den Nachmittag mit vielen Mitmachexperimenten rund um unser Sonnensystem. So konnten die Besucherinnen und Besucher den Merkur und seine Monde erkunden, die Venus kartografieren, die Dimensionen des Olympus Mons erkennen und erforschen, wie der Mars zu seiner roten Farbe kam, Jupiters Sturm nachstellen und seine Größe im Vergleich zur Erde erfassen, die Cassinische Teilung der Saturnringe und die Wolkenbildung des Uranus nachvollziehen. Die Besucher hatten viel Spaß daran, „Krater in den Mond“ zu projizieren und zu erkennen, wie wenig sie auf dem Mond „wiegen“ würden. Bei Stella wurden sie mit der Entstehungsgeschichte des Sonnensystems vertraut gemacht. Ein großes Lob kam von allen Besucherinnen und Besuchern für die jungen, wissenschaftsbegeisterten Menschen, die bei diesem nassen und kalten Wetter allen mit viel Spaß und Wissen begegneten. Auch die Eltern hatten sich vorbereitet und für die Verpflegung mit leckeren Kuchen und Würstchen gesorgt. Der heiße Kaffee und Tee ließ die Gäste wieder warm werden. Zwischendurch konnten sich die Besucherinnen und Besucher bei zwei Vorträgen von der Jugendgruppenleiterin Finja über den Jupiter aufklären lassen, den wir bei klarem Himmel im Teleskop gehabt hätten. Im ersten Vortrag im überfülltem Vortragssaal, ging es aber für all jene, die noch kein Teleskop besitzen darum, was man auch ohne dieses teure Instrument alles am Himmel entdecken kann. Und dann kam eine Überraschung: Detlef, AGM – Mitglied seit 2015 und Gründungsmitglied der Fachgruppe Astronomie und Raumfahrt im KB Magdeburg 1967, ehrte Finja für ihre hervorragende Arbeit bei der Entwicklung und Organisation der Nachwuchsarbeit in der Astronomischen Gesellschaft Magdeburg.
Auch wenn der Beobachtungspart ausfallen musste, blieben noch viele erwachsene Gäste zu den abendlichen Vorträgen oder kamen dazu extra angereist. Marian konnte allen Begeisterten erklären, welches Teleskop es sich in Abhängigkeit vom Beobachtungsziel zu kaufen lohnt. Besonders viele Eltern der YoungStarWalkers beschäftigen sich mit diesem Thema, um ihren Kindern einen besonderen Blick in den Himmel zu ermöglichen. Rolf berichtete über die Leistungen unserer Vorfahren in der Astronomie und ließ uns in die Vergangenheit blicken. Viele Menschen konnten in den letzten Monaten auch in Deutschland Polarlichter beobachten – Marian erklärte den Besuchern dieses Phänomen genauer und lud zum Staunen ein. Den Astronomietag beendete Patrick mit einem Blick auf die Kommunikation von der Erde ins All: „Die Arecibo-Botschaft: Gemeinsames Entschlüsseln der interstellaren Nachricht der Menschen an Außerirdische“, war das Thema seines interessanten Vortrags. Hierbei ging es um ein Radiowellensignal mit binär codierten Informationen über die Biologie des Menschen, das an die Außerirdischen gerichtet ist. Denn von einem Fakt waren alle Teilnehmenden und Ausführenden überzeugt – wir können in diesen Weiten des Universums nicht alleine sein. Natürlich erwartet jeder die große Begegnung mit einem außerirdischen Lebewesen, wie es auch immer aussehen mag – als Bakterium auf einem Eismond oder tatsächlich als kleines grünes Männchen wie aus den Kinderbüchern.
Ein Dank gilt den zahlreich erschienenen wissenschaftlich interessierten Besucherinnen und Besuchern, die das Wetter nicht abschrecken konnte, in die Phänomene des Weltalls zu blicken, Neues zu erfahren und nette Gespräche zu führen.









