Jubiläumsvortrag der YoungStarWalker
Am Mittwoch wurde in der Rötgerstraße 8 gefeiert. Die YoungStarWalkers berichteten an ihrem zweijährigen Jubiläum.
Regelmäßig werden in der Astronomischen Gesellschaft Magdeburg Vorträge über die Phänomene des Weltalls, Astrofotografie, Astrotechnik und Astronomische Geschichte angeboten. Diese Mal ging es aber um etwas völlig anderes. Finja, die Gründerin und Leiterin der Jugendgruppe, berichtete zusammen mit ausgewählten YoungStarWalkern, ihren Eltern, Großeltern und ihrer Assistentin über die Herausforderung in einem Verein eine Jugendgruppe zu gründen. Die Gäste konnten sich davon überzeugen, wie dieses Projekt mit einem großen persönlichem Engagement aller gelingen konnte. Es war schön zu sehen, wie viele junge Menschen im Alter von 6 bis 14 Jahren Interesse an wissenschaftlichen Themen entwickeln und sich mit Freude den astronomischen Themen, den Experimenten und dem Himmelstagebuch widmen. „Es ist kaum zu glauben“, berichtete Franziska, die Mutti eines der Gründungsmitglieder, „dass dieses erste Treffen schon wieder zwei Jahre her ist“. Emil und Jasper, YoungStarWalker der ersten Stunde, berichteten, mit welcher Motivation sie in die Gruppe gekommen sind und dass ihre Erwartungen sehr gut erfüllt wurden und sie hoffen, dass die Gruppe noch lange bestehen bleibt. Das sieht ganz so aus, denn inzwischen musste im Februar 2025 eine zweite Gruppe gegründet werden um dem wachsenden Anstieg der Interessierten gerecht zu werden. Nun treffen sich am ersten Dienstag im Monat die LUNA’s und am dritten Dienstag im Monat die HELIOS‘ zum regelmäßigen Austausch über astronomische Themen, zum Experimentieren und zur Beobachtung. Emilia, ziemlich neu bei den YoungStarWalkers berichtete, dass sie sich von ihrer Schwester Selina anstecken lassen hat. Emily wurde von ihrer Lehrerin auf das Angebot aufmerksam gemacht. Finjas Motivation vor zwei Jahren war es, junge Menschen für die Wissenschaft zu begeistern und sie ist sehr stolz auf „ihre“ YoungStarWalkers. Sie weiß, berichtete sie, wie schwer es unter heutigen schulischen Bedingungen ist, sich ein Hobby zu leisten. Gleichzeitig freut sie sich, wie toll sich alle immer mehr entwickeln, egal aus welchen Schulformen sie kommen und welcher Herkunft die Kinder und Jugendlichen sind. Alle sind hier herzlich Willkommen und alle verbindet ein Hobby, so dass sie sehr selbstverständlich toll miteinander arbeiten können. Das berichtete auch Nick, 8 Jahre, „Mir gefällt am besten, dass alles so schön kindgerecht und auch für Kleinere gut erklärt ist und ich es gut verstehen kann. Auch die Arbeit mit den Großen gefällt mir. Alle sind gleich und wichtig und ich hoffe, das bleibt so“. Sie lernen, neben den wissenschaftlichen Fakten und Methoden, gerade bei den öffentlichen Events, wie dem Astronomietag, den Winterträumen oder der explore science, andere von der Wissenschaft zu begeistern, Kommunikation, Empathie und erlangen dabei ein starkes Selbstwertgefühl. „Das Konzept Kinder für Kinder ist aufgegangen“ berichtete Finja. Die ersten YoungStarWalker Emil und Josy unterstützen Finja bereits als Referenten und werden, wie noch viele weitere, auch künftig ihr Wissen an die anderen weitergeben. „Es soll ein Angebot Kinder für Kinder bleiben, auch wenn ich dann schon erwachsen bin“, konstatierte die Gründerin. Von all diesen positiven Eigenschaften konnten sich die Gäste dann bei den angebotenen Mitmachexperimenten überzeugen. Dabei lernten sie nicht nur den größten Vulkan unseres Sonnensystems kennen und wie die Krater in den Mond gekommen sind, sondern auch, wie freundlich und geduldig diese Fakten von jungen Menschen an die erwachsenen Gäste übermittelt wurden. Emil, Jasper, Nick, Emily, Emilia und Selina standen dabei stellvertretend für 35 junge Menschen, Ihre Eltern und Großeltern für die tollen Eltern ohne die dieses Angebot auch nicht gelingen könnte. Sie fahren ihre Kinder zu Veranstaltungen und unterstützen bei unseren Events. Dank gilt aber auch all jenen an diesem Tag, die Finja in ihrem wissenschaftlichen Streben mit neuen Erkenntnissen unterstützen. Allen voran Tobias Bohnhardt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin, bei dem Finja ihr Schülerpraktikum absolvierte und Henning Schmidt, astronomiebegeisterter Arbeitsgemeinschaftsleiter an der Rostocker Sternwarte „Tycho Brahe“. Erlebnisreich waren auch die Begegnungen mit den Raumfahrern Gerhard Thiele und Mattias Mauerer, die für Gespräche bei astronomischen Events oder dem space camp ein offenes Ohr für Finja hatten.
Sehr aufmerksam waren alle, als Marcus Bonitz, Vorsitzender der AGM, über die Gründung der YoungStarWalkers berichtete und zugab, dass er nicht erwartet hatte, das Finja nach der Langen Nacht der Wissenschaften in Magdeburg, bei der sie die AGM kennenlernte, wirklich zu Treffen auftauchen würde. Nun konnte auch er von einer erfolgreichen Jugendarbeit berichten und hatte eine Überraschung zum zweijährigen Jubiläum im Gepäck – eine Einladung für alle YoungStarWalker zu einem Planetariumsbesuch in das neue Planetarium in Zerbst. Detlef, Mitglied der AGM seit 2015 und Gründungsmitglied der Fachgruppe Astronomie und Raumfahrt, gratulierte der Gründerin aus dem fernen Lübeck „in Anerkennung hervorragender Arbeit bei der Entwicklung und Organisation der Nachwuchsarbeit in der Astronomischen Gesellschaft Magdeburg“. Dabei verweist er auf die Fortsetzung der Weitergabe astronomischen Wissens, was bereits vor fast 60 Jahren in Magdeburg begonnen wurde.
Die persönliche Ehrung, die Astronomische Gesellschaft mit Vorträgen und Himmelsbeobachtungen und auch ihre Jugendgruppe mit der Experimentierstrecke und Vorträgen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene könnt ihr am 28.03.2026 zum Astronomietag in der Rötgetrstraße 8 in Magdeburg erleben. Wir freuen uns jetzt schon, euch kennenzulernen. Die genauen Zeiten entnehmt dann gerne der Presse oder unserer Webseite astronomie-magdeburg.de oder bei facebook. „Bleibt alle neugierig und an der Wissenschaft interessiert“ bleibt Finja zu sagen.















